Am 12. April 2018 ist der Förderverein VersicherungsMathematik im Bereich der Kraftfahrtversicherung, kurz VM4K, zu Gast bei der Hochschule Koblenz, der University of Applied Sciences, auf dem RheinAhrCampus in Remagen. Auf dem Campus wird die Arbeit von VM4K durch Unternehmen vorgestellt, die als Mitglieder im Verein mitwirken: die Erstversicherer DEVK und Signal Iduna, den Personenschaden-Spezialisten ACTINEO und die aktuarielle Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss.


Gastgeber (Bildmitte) ist Herr Prof. Dr. Wolf (Hochschule Koblenz, Fachbereich Mathematik und Technik).


Begleitet wird Herr Professor Wolf von seinem Kollegen, Herrn Prof. Dr. Claus Neidhardt (Fachbereich Mathematik und Technik/Wirtschaftsmathematik).

 

Studierende aus verschiedenen Jahrgangsstufen zeigen Interesse an den Vorträgen, die einen Einblick in das vielfältige Berufsbild der Versicherungsmathematik gewähren.

 

Onnen Siems, Geschäftsführer von Meyerthole Siems Kohlruss und VM4K-Vorsitzender hat in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Wolf die Vorstellung des Vereins an der Hochschule Koblenz arrangiert. Der Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, Versicherungswissenschaft und Versicherungswirtschaft zusammen zu bringen. Wie vielschichtig und interessant die Aufgaben in den unterschiedlichen Häusern der Mitgliedsunternehmen sind, wird in den Vorträgen eindrucksvoll gezeigt.

Herr Siems stellt nicht nur den Förderverein und dessen Vision vor, er beschreibt auch den spannenden Zyklus, den ein Projekt in einem Beratungshaus durchläuft – von einem ersten Kontakt mit einem Erstversicherer, einer eingehenden Analyse und Auseinandersetzung der zu untersuchenden Fragestellung bis hin zur Ergebnispräsentation bei der Geschäftsleitung des Kunden. Das Anforderungsprofil für die Teammitglieder eines Projektes ist extrem vielschichtig und verlangt nach kreativen, beweglichen, sozial kompetenten, intelligenten, vielseitig interessierten Köpfen. Und die glauben wir an einer Uni wie der HS-Koblenz finden zu können.

Unterstützt wird der Verein auf dem Campus in Remagen von Herrn Vinzent Stöcker, ehemaliger Absolvent der HS-Koblenz. Seine Masterarbeit hat Herr Stöcker bei der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss bereits während seiner Werkstudententätigkeit fertig gestellt und ist dort seit Oktober 2017 als aktuarieller Berater tätig.


V.l.n.r.: VM4K-Vereinsvorsitzender Onnen Siems und Vinzent Stöcker (Meyerthole Siems Kohlruss), Prof. Dr. Jochen Wolf (Hochschule Koblenz, Fachbereich Mathematik und Technik), Olaf Thomsen und Christian Geißler (Signal Iduna Gruppe)

 

Sebastian Steinfort ist Leiter Business Intelligence der ACTINEO GmbH. Dieses noch recht junge Unternehmen ist Dienstleister für die Assekuranz und der deutsche Marktführer für die Digitalisierung und medizinische Einschätzung von Personenschäden. In Deutschland hat bisher jeder Erstversicherer in der Regel das Personenschadenmanagement inhouse erledigt. ACTINEO bietet Haftpflicht- und privaten Unfallversicherern mit zusätzlichen medizinische Services und digitalen Steuerungsinstrumenten Added Value an, sodass alle Beteiligten bis hin zum Geschädigten von der effizienten Schadenbearbeitung profitieren. Bei der Bearbeitung der Fälle werden Daten codiert, strukturiert und anonymisiert. Mittlerweile lassen sich mithilfe von Predictive Modelling aus der größten unabhängigen Datenbank mit medizinisch codierten Personenschäden in Deutschland datenbasierte Risk Scores und andere Prognosen für zukünftige Fälle generieren. Für Mathematiker, Statistiker, Produktentwickler, aber auch für Mediziner gibt es inmitten einer noch nie dagewesenen Datendichte genug Material für Forschungsarbeiten.


Sebastian Steinfort (ACTINEO)

 

Kai Atenhahn ist als Senior Spezialist im Bereich Produktentwicklung/Kalkulation Sach/HUK beim VM4K-Gründungsmitglied DEVK tätig.
Am Beispiel des Themas „Telematik“ und „Autonomes Fahren“ zeigt er auf, wie ein großer Kfz-Versicherunganbieter auf dem deutschen Markt sich dieser neuen Herausforderung stellen muss. Die Produktentwickler im Hause der DEVK analysieren nicht nur den eigenen Bestand und schauen auf den Wettbewerb, sie nutzen außerdem Informationen des GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherer) sowie verfügbare externe Datenquellen, arbeiten mit der aktuariellen Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss zusammen und besorgen sich aus allen Fachbereichen der Unternehmensgruppe Know-how. Die DEVK kreiert somit unternehmerische, auf ihren Kundenkreis zielgerichtete und zugeschnittene Versicherungsprodukte. Die DEVK bietet interessierten Studenten eine hervorragende Spielwiese. Der erste „Speedpraktikant“ des Fördervereins, Herr Oliver Finken, arbeitet aktuell erfolgreich bei der DEVK in einem Projektteam für den Vorstandsvorsitzenden.


Kai Atenhahn (DEVK)

 

Olaf Thomsen und Christian Geißler arbeiten beide bereits seit über 15 Jahren erfolgreich zusammen im Aktuariat Komposit der Signal Iduna Gruppe für den Nicht-Leben-Bereich. Sie zeigen auf, wie viele Fachbereiche aus Sach, Haftpflicht, Unfall das Aktuariat mit Analyseaufgaben betrauen. Auch die Aktuare der Signal Iduna arbeiten mit Daten aus allen verfügbaren Quellen. In einem Haus mit einer vielfältigen Historie wie die der Signal Iduna gibt es viele Standorte und mittlerweile verschmolzene, verschiedenartige Unternehmungen, die jeden Datensatz zu einer Besonderheit machen. Diese zu entschlüsseln, zu validieren und zu verifizieren ist eine regelrechte Mammutaufgabe. Verknüpft mit soziodemographischen Daten und einer gehörigen Portion gesunden Menschenverstandes werden hieraus Projektionen für die Zukunft abgeleitet und wirtschaftliche Erfolgsrechnungen prognostiziert. Hier gleicht kein Projekt einem anderen!


V.l.n.r: Christian Geißler und Olaf Thomsen (Signal Iduna); Vinzent Stöcker (Meyerthole Siems Kohlruss)

 

Beim anschließenden Get-together können den interessierten Studenten noch viele Fragen beantwortet werden. Hauptthema des Interesses ist das angebotene Speedpraktikum, welches es den Studenten - mit einem jeweils zweiwöchigen Praktikum in drei Häusern der VM4K-Mitgliedsunternehmen - einen spannenden Blick hinter die Kulissen ermöglicht. Hier kann und darf man im real business life den Mitarbeitern der Fachbereiche, der Aktuariate, bis hin zur Geschäftsleitung über die Schultern schauen und die vielfältigen und interessanten Arbeitsmöglichkeiten auskundschaften. So ein „Fuß in der Tür“ kann im Anschluss zu Praktika, Werkstudententätigkeiten bis hin zu begleiteten Abschlussarbeiten führen.

 

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