Cool Risks  - das Kennenlernevent für Mathematikstudent:innen mit der Versicherungsbranche. Was die Teilnehmenden bei unserer Veranstaltung in Brüssel erlebt haben, berichten Hannah und Karim, Mathematikstudierende aus Köln.

Vom 4. bis 5. September 2026 fand in Brüssel die Veranstaltung Cool Risks Brussels 2026 statt, zu der wir, Hannah und Karim, beide Mathematikstudierende aus Köln, eingeladen waren. Auf das Event sind wir durch die Werbung am Mathematischen Institut der Universität zu Köln aufmerksam geworden und haben uns deshalb direkt beworben.

Wir sind beide schon am Donnerstag mit dem Zug angereist. Hannah war etwas früher da und hat die Zeit genutzt, sich schon ein bisschen Brüssel anzuschauen, während Karim erst am Abend angekommen ist. Da im Vorfeld bereits eine WhatsApp-Gruppe für alle Teilnehmenden erstellt worden war, haben sich am Donnerstagabend schon einige von uns unten in der Hotellobby getroffen. So konnten wir uns direkt ein bisschen kennenlernen und ins Gespräch kommen. Dabei wurde schnell klar, wie unterschiedlich die Gruppe zusammengesetzt war. Die Teilnehmenden kamen aus ganz unterschiedlichen Regionen, von Oldenburg über Berlin bis Wien. Auch was die bisherigen Erfahrungen anging, war die Gruppe ziemlich gemischt: Einige hatten bereits Erfahrungen im Versicherungsbereich, während andere noch relativ am Anfang standen. Gerade diese Mischung hat für viele interessante Gespräche gesorgt.

Am Freitagmorgen ging es dann richtig los. Gemeinsam sind wir zu den Räumlichkeiten von Toyota gelaufen. Dort bekamen wir zunächst eine Einführung und konnten mehr darüber erfahren, was Toyota im Versicherungsbereich macht. Gerade für uns als Mathematikstudierende war der Einblick in das Pricing mit GLMs (Generalisierten Linearen Modellen) in der Kraftfahrtversicherung interessant. Nach der Einführung gab es bei Toyota noch ein kleines Mittagessen.

 

 

Danach ging es mit dem Bus weiter zu einem Biergarten. Dort fand bei guten Getränken das Speeddating mit den verschiedenen teilnehmenden Unternehmen statt. Dabei konnten wir Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen der Versicherungsbranche kennenlernen, unter anderem aus der Erstversicherung (VHV und VGH) und der Rückversicherung (Hannover RE). Besonders interessant war für uns auch der Austausch mit Marsh Re, die uns einen Einblick in die Arbeit als Rückversicherungsmakler gegeben haben, ein Bereich, mit dem wir vorher kaum Berührungspunkte hatten. Auch der Förderverein VM4K und das Europabüro des GDV stellten sich vor. Insgesamt war es sehr bereichernd, in kurzer Zeit so unterschiedliche Perspektiven auf die Versicherungsbranche kennenzulernen.

 

 

Anschließend ging es in kleinen Gruppen auf eine Stadtrallye durch Brüssel. Die einzelnen Stationen waren mit kleinen versicherungsmathematischen Rechenaufgaben verbunden. So konnten wir gleichzeitig etwas von der Stadt sehen und mussten nebenbei ein bisschen rechnen. Auf dem Weg sind wir außerdem an einem belgischen Bierfestival vorbeigekommen, das zufällig an diesem Wochenende auch in Brüssel stattfand. Alle Gruppen kamen rechtzeitig am Restaurant in der Innenstadt an, wo die Rallye endete. Dort haben wir gemeinsam zu Abend gegessen und den Abend entspannt ausklingen lassen.

 

 

Am Samstag ging es nach dem Frühstück wieder zu Toyota. Diesmal stand der praktische Teil des Workshops auf dem Programm. In kleinen Gruppen haben wir mit Trainings- und Testdaten selbst ein GLM gefittet und verschiedene weitere Aufgaben rund um das Pricing in der Kraftfahrtversicherung bearbeitet. Am Ende hat jede Gruppe ihre Ergebnisse vorgestellt.

 

 

Nach dem fachlichen Teil ging es weiter zum Atomium. Dort konnten wir uns die Ausstellung im Inneren anschauen. Besonders die verschiedenen Lichtinstallationen haben uns beeindruckt, damit hatte zumindest keiner von uns gerechnet.

 

 

Am Abend stand dann noch ein gemeinsames Abendessen in einem italienischen Restaurant auf dem Programm. Lustigerweise waren wir am Tag zuvor bei der Stadtrallye schon an genau diesem Restaurant vorbeigekommen. Neben gutem Essen und ein paar Getränken gab es auch Livemusik. Die Stimmung wurde dabei so gut, dass einige kurzerhand ein oder zwei Lieder zu Karaoke gemacht haben und am Ende auch gemeinsam getanzt wurde. Damit war der offizielle Teil von Cool Risks beendet. Einige von uns sind danach noch weiter in eine Bar gegangen und haben den Abend dort bei einem Drink ausklingen lassen.

 

 

Der Sonntag war offiziell programmfrei. Die meisten Teilnehmenden sind zu unterschiedlichen Zeiten abgereist. Einige hatten es aber, ähnlich wie wir Kölner, nicht ganz so weit und sind noch einen weiteren Tag in Brüssel geblieben und erst gegen Abend abgereist. Mit ihnen haben wir den Sonntag noch gemeinsam in der Stadt verbracht, bevor es für uns zurück nach Köln ging.

Insgesamt war Cool Risks Brussels 2026 für uns ein wirklich gelungenes Wochenende. Neben den fachlichen Einblicken hat vor allem die Mischung aus Workshop, Unternehmensvorstellungen und gemeinsamen Aktivitäten dafür gesorgt, dass es nicht langweilig wurde. Besonders spannend fanden wir, in so kurzer Zeit verschiedene Bereiche der Versicherungsbranche kennenzulernen, von der Erstversicherung über die Rückversicherung und das Maklergeschäft bis hin zum Verbandswesen.

Wir haben aus dem Wochenende viele neue Kontakte, interessante Eindrücke und einige Anregungen für unseren weiteren Weg mitgenommen.